Ursache:
Die Entstehung der Coxarthrose wird durch mehrere Faktoren begünstigt. Die häufigsten sind Übergewicht, Fehlstellung (angeborene Verrenkung) oder Fehlbelastung aber auch höheres Lebensalter. Es kommt zu einer zunehmenden Schädigung des Gelenkknorpels, sodaß Knochen auf Knochen reibt.
Problem:
Schmerzen bei Bewegung und Belastung sowie Bewegungseinschränkung quälen die Patienten.
Die Diagnosestellung erfolgt durch Röntgen und Untersuchung des Patienten.
Behandlung:
Im Frühstadium können Infiltrationen (Injektionen in das Gelenk), physikalische Therapie, Heilgymnastik und die Verordnung von Fersenkeilen Linderung verschaffen.
Auch "knorpelaufbauende" Injektionskuren (im Regelfall 5 Injektionen in das Gelenk) können die Beschwerden lindern.
Die Operation (Einbau einer Endoprothese = künstliches Gelenk) kann jedoch dadurch lediglich hinausgezögert aber nicht vermieden werden. Die Operation kann in Narkose oder Spinalanästhesie (="Kreuzstich") durchgeführt werden bei entsprechenden Beschwerden auch beidseits.
Operationszeitpunkt: Nicht zu früh und nicht zu spät sollte das Motto lauten. Entscheidend sind die Beschwerden des Patienten, nicht das Alter, nicht das Röntgenbild. Wesentlich dabei ist es auch auf die verschiedenen Bedürfnisse der Patienten einzugehen, da die Aktivität älterer Menschen oft sehr unterschiedlich ist. Lebensqualität hat jedenfalls Vorrang. Die Entscheidung ist gemeinsam von Patient und behandelndem Arzt zu treffen.
Die Haltbarkeit der heutigen Hüftendoprothesen kann mit ca. 15-25 Jahren angegeben werden, wobei im Bereich der Materialien nach wie vor Weiterentwicklungsarbeit geleistet wird und Verbesserungen der Haltbarkeit zu erwarten sind. Standard in Europa ist derzeit Titan, die gelenkbildenden Teile sind aus einer Metalllegierung, aus Keramik oder Polyäthylen.
Der stationäre Aufenthalt beträgt 2 Wochen, die Nachbehandlung besteht aus physikalischer Therapie, Gangschulung undHeilgymnastik. Krücken sollten 4-6 Wochen (zur Gangschulung) verwendet werden, im Regelfall dürfen die Patienten sofort voll belasten.
Bei Lockerungen sind Wechseloperationen angezeigt, die wegen der vorhandenen Narben schwieriger sind. Um Veränderungen frühzeitig erkennen zu können und somit größere Schäden zu vermeiden sind regelmäßige Röntgenkontrollen unumgänglich. Ich empfehle Kontrollen 6 und 12 Monate nach der Operation, danach im Jahresabstand.